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Unsere Chronik
1925 – 2025 · 100 Jahre SC Liezen

Unsere Chronik

Vier Kapitel, 100 Jahre grün-weißer Fußball im Ennstal – von einer Wiese am heutigen Hauptplatz bis zur modernen Ausbildungsschmiede.

Kapitel 011925 – 1939

Die Anfänge

Jede große Geschichte beginnt mit einer Idee. Die Geschichte des SC Liezen begann nicht in einem Stadion, sondern auf einer einfachen Wiese im Herzen der Stadt.

Im Jahr 1925 legten einige fußballbegeisterte Männer den Grundstein für das, was heute als SC Liezen weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt ist. Gespielt wurde zunächst auf den Gründen des damaligen Volksgartens – einer mit Obst- und Kastanienbäumen bewachsenen Wiese im Bereich des heutigen Hauptplatzes von Liezen.

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Gründungsjahre gehörte Rudolf Dunkel, der den Fußballgedanken aus seiner Heimatstadt Wien nach Liezen brachte. Gemeinsam mit Franz Wakonigg, Fritz Aigner, Franko Vasold, Josef Taschl, den Brüdern Oberbichler sowie weiteren engagierten Sportfreunden entstand der erste organisierte Fußballverein der Stadt.

Mit Unterstützung von Dr. Theodor Dumba gelang bereits 1926 der Ankauf jenes Grundstücks, auf dem sich noch heute das SC-Stadion befindet. Finanziert wurde der Ankauf durch 31 Anteilscheine zu je 100 Schilling. Diese Entscheidung zählt bis heute zu den wichtigsten Meilensteinen der Vereinsgeschichte.

Der erste Vereinsvorstand setzte sich aus Franz Wakonigg als Obmann, Hans Leitner als Schriftführer und Herrn Hegenbarth als Kassier zusammen. Rund 80 Fuhrwerke Schotter wurden aufgebracht, um eine halbwegs ebene Spielfläche zu schaffen. Das erste dokumentierte Fußballspiel gewann der Sportverein Liezen mit 4:2.

Fußball war in diesen Jahren reine Leidenschaft. Die Spieler verkauften vor Heimspielen selbst Eintrittskarten, um die Anreise der Gastmannschaften oder ihre eigenen Auswärtsfahrten finanzieren zu können. Der Eintritt kostete 60 Groschen.

1927 durfte der junge Verein einen besonderen Gast begrüßen: Im Rahmen eines Pfingstturniers gastierte der Grazer Athletiksport Klub mit dem späteren Wunderteam-Torhüter Rudolf Hiden. Es war der erste offizielle Wimpeltausch der Vereinsgeschichte.

1934 schlossen sich auf Initiative von Direktor Ferdinand Stainacher, Franko Vasold, Franz Wakonigg, Rudolf Dunkel und Fritz Aigner der Sportverein Liezen und der Schiclub Liezen zum Allgemeinen Sportclub Liezen (ASCL) zusammen – der Grundstein für die bis heute gelebte Vielfalt des Sports in Liezen.

Die politischen Entwicklungen der 1930er-Jahre hinterließen auch beim jungen Verein ihre Spuren. 1939 endete vorerst jede organisierte Vereinstätigkeit. Was niemand ahnen konnte: Der SC Liezen sollte nur wenige Jahre später eindrucksvoll zurückkehren.

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Unsere Geschichte erfüllt uns mit Stolz. Unsere Zukunft gibt uns Antrieb.